Die Opferzahl von Duisburg ist noch einmal gestiegen. Derweil wird immer deutlicher, daß die Planungen seinerzeit weniger von Sachverstand und Verantwortungsbewußtsein geleitet waren als vom politischen Willen, ein Prestige-Projekt durchzuziehen.
Mittlerweile sind es 20 Todesopfer, die als Folge der in Duisburg ausgebrochenen Panik im Zugangstunnel zur Loveparade 2010 zu beklagen sind, während die Zahl der Verletzten auf über 500 korrigiert wurde. Derweil werden von der Presse immer mehr Details darüber aufgedeckt, wie stark der politische Druck tatsächlich war, um die Veranstaltung entgegen aller Sicherheitsbedenken durchzudrücken.
Nach dem Unglück auf der Loveparade mit 19 Toten und über 300 Verletzten am Wochenende will es nun erwartungsgemäß natürlich niemand gewesen sein. Es gibt viele Fragen und bisher nur wenig Antworten. Dafür jede Menge Dementis und selbstgerechte Trittbrettfahrer.
Man hat seit ihrer Amtseinführung von Niedersachsens Familienministerin Özkan ja eigentlich nicht mehr viel gehört. Doch es wäre ja nicht gerade Sommerloch, wenn sich nicht auch die etwas weniger bedeutenden Politiker des Landes mit teils ziemlich skurrilen Ideen in der Presse meldeten.