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Hauptsache gesund!

„Hauptsache, es ist gesund“: diesen Satz hören junge Eltern oft. Besonders oft bekommen sie diesen Satz zu hören, wenn der frisch auf die Welt gebrachte Nachwuchs irgendwie nicht den Erwartungen des*der Sprecher*in entspricht; das gilt bis heute leider ganz besonders, wenn die Eltern das Verbrechen begingen, ein „Mädchen“ zu zeugen und keinen „Jungen“. Es ist ein demonstratives „aber ist ja auch egal“, was damit aber letztlich genau eines zum Ausdruck bringt: dass es eben nicht egal ist. Die Enttäuschung wird lediglich demonstrativ zur Seite geschoben, der*die Sprecher*in versichert sich selbst der eigenen charakterlichen Überlegenheit, so richtig nett ist der Satz also eh nicht. Aber was bedeutet das eigentlich überhaupt: gesund?

Ein kurzer Flirt mit der 'taz'

Da in letzter Zeit einmal mehr der Wunsch reifte, Nachrichten in regelmäßiger, kuratierter und recherchierter Form zu erhalten, hatte ich vor kurzem experimentell ein taz-Abonnement abgeschlossen. Das Techtelmechtel hielt gerade einmal eine Woche.

Total(itär)e Definitonsmacht

Ich sagte es schon einmal, ich bin Feminist. Das heißt, ich glaube an die Gleichberechtigung der Geschlechter und versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten, Sexismus zu bekämpfen. Ich trete ebenfalls für das Recht jedes Menschen ein, über den eigenen Körper zu entscheiden: ob es um sexuelle Übergriffe geht, um Schwangerschaften (bzw. deren Abbruch) oder auch um Sexarbeit. Und das unterscheidet mich (leider) von einer ganzen Reihe selbst namhafter Feminist*innen. Der Knackpunkt, weshalb ich mit manchen (insbesondere einigen feministischen und antirassistischen) Aktivismus-Gruppen tiefe Probleme habe, liegt in einer allzu oft vorhandenen Saat einer subtilen Form von Totalitarismus, die leider nicht einmal gesehen, geschweige denn anerkannt oder angegangen wird.

Die Stalking-App

Mit Geschäftsideen ist das so eine Sache. Einige sind gut, andere sind schlecht. Einige funktionieren, andere floppen, und prinzipiell ist es eine gute Sache, dass Investoren Risiken eingehen. Manchmal allerdings ist eine Idee dermaßen hirntot, dass man sich ernstlich fragt, welche Art Mensch sie jemals gut finden konnte. Eine solche stellt die „Peeple“-App dar, welche von vielen Menschen online passenderweise sofort in „Creeple“ umbenannt wurde. Denn gruseliger geht es tatsächlich kaum.

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Heteronormativität: der eigentliche Genderwahn

Wenn man sich den Zustand unserer Welt so ansieht, gibt es einiges zu tun. Die Umwelt geht vor die Hunde, das Wetter spielt verrückt, die Schere zwischen Arm und Reich wird größer und nicht kleiner, unter religiösen Vorwänden werden ganze Völker unterdrückt oder gleich ermordet. Und ich will an dieser Stelle mal eine gewagte These dazu aufstellen: einer der wichtigsten Faktoren in allen diesen Problematiken ist die fortgesetzte Verklärung der heteronormativen Gesellschaft.

Prostitution: warum Amnesty Recht hat und EMMA nicht

Wenn uns ein Mensch der späten 60er oder frühen 70er Jahre heute besuchen käme, der Stonewall und die sexuelle Befreiungsbewegung der 68er hautnah miterlebt hat, würde sich vermutlich ziemlich wundern. Und das vielleicht in einem weit weniger positiven Sinn, als man meinen möchte.

"Egalitarismus" und andere Unterdrückungs-Taktiken

Ich bin Feminist. Ich sage das wohl besser direkt zu Beginn und frei heraus. Wenn Sie damit ein Problem haben, es gibt genug andere Seiten im Netz. Wenn nicht, bzw. falls Sie wissen möchten, warum ich mich als Feminist bezeichne und nicht als „Egalitarist“ oder ähnliches, dann dürfen Sie gerne weiterlesen.

Von Dinos und Menschen

Unsympathische, unrealistische Dinos jagen unsympathische, unrealistische Menschen in unrealistischer Umgebung: das ist „Jurassic World“ in einem Satz zusammengefasst. Der vierte Teil der Jurassic-Park-Reihe macht zwar streckenweise durchaus Spaß, hat aber mehr als nur ein paar Schwächen.

Spione, Perücken, Penisbilder: „Spy – Susan Cooper Under Cover“

Es wird mal wieder Zeit für eine Rezension. Oder einen Verriss? Wir werden sehen. Worum geht’s: um „Spy“, den aktuellen Film mit Melissa McCarthy. Mit anderen Worten, gestern ging's recht spontan ins Kino und ich habe nicht schnell genug „bitte bloß nicht“ gerufen. So ist das Leben, einige Kämpfe verliert man, einige gewinnen die anderen. Insgesamt war der Streifen tatsächlich überraschenderweise weniger schlecht als erwartet, und das ist ja auch mal was. Allerdings sei vor der deutschen Altersfreigabe gewarnt.

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Ehe: abschaffen. Echt jetzt.

Die Ehe als exklusive Institution zwischen Mann und Frau ist wohl (endlich) tot. Auch wenn es in der aktuellen Legislaturperiode vielleicht nicht mehr zu einer völligen Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare kommen sollte, wird es höchstens noch wenige Jahre dauern. Währenddessen verteidigen die Politiker von "C"- und "A"-Parteien in immer schrilleren Tönen die "klassische" Ehe, offenbaren dabei aber vor allem, wie willkürlich das Konzept eigentlich ist. Zeit, es vollständig zu überdenken.

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